DI / IoC Container LightCore Teil 2: Registrierung über Xml Modul

Wie bereits im
ersten Teil erwähnt, wird es einer mehr Schichten Architektur immer wichtiger, Abhängigkeiten zu minimieren. Dabei einen ersten Schritt zu setzen, ist die Implementierung eines IoC Containers. Dieser hilft dabei, den Code in den diversen Projekten unabhängiger zu halten.
1. LightCore – Einführung2. LightCore – Registrierung über Xml Module3. LightCore – Registrierung von GenericsMich persönlich hat
Peter Bucher mit seinem neusten Projekt
LightCore darauf aufmerksam gemacht. Anfangs war dies nur als Unit Testing Spielwiese gedacht, hat sich aber zu einem konkurrenzfähigen Micro Kernel entwickelt. Dessen weitere Entwicklung wird in Zukunft per Community gesteuert. Der Source Code wurde veröffentlicht und ist auf jeden Fall einen Blick Wert! (Stichwort: Codequalität)
Zurück zum Thema. Viele werden sich denken, was bringt mir das Ganze eigentlich?
- Abhängigkeiten verringern und Kontrolle der Abhängigkeiten (Interface / Basisklasse - also Abstraktion) und dadurch auf die Instanziierung (Die sonst auf den konkreten Typen geht), rausziehen.
- Dadurch bessere Testbarkeit und Aufbrechung der Anwendung in mehr Einzelteile, wodurch die Komplexität sinkt.
- Außerdem globale Konfigurierbarkeit, was genutzt werden soll um Änderungen an vielen, unnötigen Stellen vorzunehmen.
Nun wird anhand eines Beispiels wird gezeigt, wie man Lightcore in einer drei Schichten Architektur einsetzen bzw. integrieren kann.
Gleichzeitig wird die Registrierung über das integrierte Xml Modul erklärt
Was eine drei Schichten Architektur (Tier 3 layer) ist, erklärt
Robert Mühsig in
seinem Post.
Das folgende Beispiel wird eine Solution mit mehreren Projekten beinhalten, die eine Anwendung mit mehreren Schichten darstellt.
Die Klassische Struktur sieht wie folgt aus:
- Data Access Layer
- Business Layer
- Presentation Layer
Folglich könnten die Projekte so benannt werden:
Data: beinhaltet eine
User Klasse sowie das dazugehörige
Repository.
Service: beinhaltet einen
User Service mit dem
Repository als Member, der per Constructor Injection injiziert wird.
Web:
Die Präsentation

Im
ersten Teil des Posts wurde gezeigt, wie man Kontrakte einfach per code (global.asax) registrieren kann. Der erste Schritt wird sein, die Registrierung in die
Web/App.config bzw. einer eigenen Konfigurationsdatei auszulagern.
Wer achte gibt sieht, dass beim
heruntergeladenen Paket unter Anderem eine XML Schema Datei (LightCore.xsd), sowie eine Beispiel Konfiguration (SampleConfiguration.xml) dabei ist.
Nun die Datei LightCore.xsd dem aktuellen Web Projekt hinzufügen.
Es kann eine eigene Konfigurationsdatei erstellt werden, oder aber einfach den entsprechenden Block in die Web/App.config hinzufügen.
Wer sich für letzteres entscheidet, den Block, der innerhalb der SampleConfiguration.xml zu finden ist, einfach in den <configuration> Abschnitt packen.
<configuration>
…
<LightCoreConfiguration xmlns="clr-namespace:LightCore.Configuration;assembly=LightCore.Configuration">Als erstes kommt die Einstellung über den genutzten Lebenszyklus, also ob Singleton, Transient oder HttpRequest.
<LightCoreConfiguration.TypeAliases>
<TypeAlias Alias="HttpRequest" Type="LightCore.Integration.Web.HttpRequestLifecycle, LightCore.Integration.Web"/>
</LightCoreConfiguration.TypeAliases>Jetzt die eigentliche
Registrierung.
Einfache Registrierungen ohne Gruppen kommen in die LightCoreConfiguration.Registrations Sektion:
<LightCoreConfiguration.Registrations>
<Registration Name="MyRepository" ContractType="MyAssembly.IUserRepository, MyAssembly" ImplementationType="MyAssembly.Repository, MyAssembly" />
</LightCoreConfiguration.Registrations>Sollte selbsterklärend sein, Namensangabe um den registrierten Kontrakt wiederzufinden, der Kontrakttyp sowie die Klasse mit jeweiliger Angabe des Assembly Namens. Optionale Argumente für den Konstruktor können über Arguments=“Value1, Value2“ mitgegeben werden. Wenn die LightCore.xsd im Projekt eingebunden wurde, sollte auch IntelliSense zur Verfügung stehen!
Ist eine gruppierte Registrierung gewollt, um bspw. die Repositories zu sammeln, gibt es auch hierfür eine Sektion:
<LightCoreConfiguration.RegistrationGroups>
<RegistrationGroup Name="Repositories">
<RegistrationGroup.Registrations>
<Registration Name="MyRepository" ContractType="MyAssembly.IUserRepository, MyAssembly" ImplementationType="MyAssembly.Repository, MyAssembly" />
</RegistrationGroup.Registrations>
</RegistrationGroup>
</LightCoreConfiguration.RegistrationGroups>Jetzt wo die Registrierung der Repositories gemacht wurde, muss der Container erstellt und das
Konfigurationsmodul zugewiesen werden.
Dies sollte in der Globalen Anwendungsdatei (global.asax) in der Application_Start methode gemacht werden:
protected void Application_Start(object sender, EventArgs e)
{
var builder = new ContainerBuilder();
var module = new XamlRegistrationModule();
builder.RegisterModule(module);
_container = builder.Build();
}Wenn gewollt, kann die Konfigurationsdatei im Konstruktor des XamlRegistrationModules angegeben werden:
var module = new XamlRegistrationModule("~/MyConfiguration.xml")Die Objekte können wie gehabt mit resolve aufgelöst werden
var myRepository = _container.Resolve<IRepository>("MyRepository");Fazit: Welche Variante ist nun besser?Registrierung per Code hat den Vorteil, dass weniger Fehler auftreten können.
Da es kompiliert werden muss, wird überprüft ob der Kontrakt implementiert ist oder nicht.
Somit ist es intuitiver und Refactoring-sicher. Wenn eine Klasse umbenannt wird – wird sie auch hier übernommen.
Allerdings hat die Registrierung per Code einen riesen Haken: Es ist eine harte – also feste – Referenz.
Wenn eine Assembly, aus welchem Grund auch immer, ausgetauscht wird, muss das komplette Projekt neu kompiliert werden.
Sollte das bei einer Produktivumgebung der Fall sein, kann das ein großer Nachteil sein. Dadurch muss ein komplettes Deployment gemacht werden.
Was also „besser“ ist, hängt vom Anwendungsfall ab.
Ich persönlich finde die „per Code“ Variante bei nicht allzu vielen Klassen übersichtlich.
Eine gut durchdachte Anwendungsstruktur von Anfang an ist natürlich Voraussetzung :-)
Anbei gibt’s wie immer das oben gezeigte Beispiel als Download.